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Kreuzgangkonzerte 2012
in Vorbereitung

 

 

 

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Die Baugeschichte des Klosters

 

Der Baubeginn des Klosters wird um 1386/87 anzusetzen sein, da am 26. Jänner 1386 Papst Urban VI in einer Bulle sein Einverständnis seiner Gründung erteilte und am 16. April 1387 auch die Bestätigung des Salzburger Erzbischofs erfolgte. Eingeweiht wurde es am 26. November 1391. Von diesem ersten Bau sind außer Mauerresten wie z. B. die Langhauswände der Klosterkirche nicht viel erhalten geblieben, da 1427 und 1482 große Teile des Klosters Bränden zum Opfer fielen.

Gegen Ende des 15. Jh. fanden im Kloster wesentliche Um- und Erweiterungsarbeiten statt. Von den damals errichteten Kapellen hat sich nur die 1494 entstandene Hoferkapelle erhalten. Benannt nach ihrem Stifter, dem Salzburger Gewerken Virgil Hofer, wurde sie 1494 wahrscheinlich von Lienhard Plutauer erbaut und im Jahr 1498 geweiht. Ihre Gewölbeformen belegen die Nähe Plutauers zur Bauhütte von Wasserburg, insbesondere zu den Arbeiten Wolfgang Wisers.

Das Kreuzganggewölbe dürften gleichfalls am Ende des 15. Jh. entstanden sein. Auffällig ist seine uneinheitliche Struktur, in dem einfache vierteilige Rippengewölbe neben Netz-, Stern-, und springenden Gewölbeformen stehen.

1662 wurde das Kloster durch ein Erdbeben schwer beschädigt.

Um 1688 begannen Umbauarbeiten, die um die Jahrhundertwende unter Prior Wilhelm Durchholzer umfassende Ausmaße annahmen. Das Langhaus der Klosterkirche wurde wahrscheinlich unter der Leitung eines lombardischen Baumeisters in den Jahren 1695 bis 1697 barockisiert, 1708 ihr Chor begradigt und an der Westseite eine Vorhalle angebaut.

Von 1707 bis 1708 schmückten die lombardischen Stukkateure Diego Francesco Carlone und Paolo d’Allio die Kirche aus. Ihr heutiges Aussehen geht im Wesentlichen auf die Tätigkeit dieser beiden Künstler zurück.

1708 bis 1711 schuf Johann Josef Waldmann mit dem sogenannten »Augustinerhimmel« das erste monumentale Kuppelfresko Tirols. Das vielfigurige Gemälde zeigt Vertreter jener Orden, die entweder Eremitenorden waren oder nach der Klosterregel des hl. Augustinus gelebt haben. Als unmittelbares formales Vorbild könnte das Kuppelfresko von Johann Michael Rottmayr in der Dreifaltigkeitskirche in Salzburg gedient haben, das wenige Jahre vorher entstanden war.

1707 entstand unter der Leitung eines »Parlier Antonio« die Ecce-Homo-Kapelle an der Stelle, an der sich vormals der westliche Kreuzgangflügel befunden hat. Im Zentrum des Altares, den um 1720 der Laienbruder Alexius Schaider schuf, steht ein spätgotischer Schmerzensmann, der 1707 wundersamerweise die Zunge bewegt haben soll.

Mit der Barockisierung der Klosteranlage im 17./18. Jh. endeten die großen Um- und Ausbauarbeiten. 1898 schmückte Josef Gold das Langhaus-Gewölbe der Klosterkirche mit Fresken aus dem Leben Jesu und Mariens.

Erst nach der Klosteraufhebung im Jahr 1971 wurden wieder größere Bauarbeiten in Angriff genommen. In den 1970er Jahren wurde der Wohntrakt des Klosters zur Hauptschule und Stadtamt umgebaut. Im Kernbereich des Klosters entstand in den Jahren 1989 bis 1993 das Augustinermuseum. In den folgenden Jahren wurde durch diverse bauliche Ergänzungen die Attraktivität gesteigert und das Angebot sukzessive erweitert. Im Jahr 2000 entstand ein Bereich für Sonderausstellungen und 2003 der neu gestaltete Eingangsbereich. Seit 2009/10 sind der Kirchturm mit seiner Aussichtsplattform und der Kirchendachboden für den Besucher geöffnet und erschlossen.